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Sabine Hardege und die Schüler der Hauptschule in der Pfisterstraße in Fürth/Bayern
Sabine Hardege hat an der pädagogischen Fakultät in Nürnberg das Hauptschullehramtsstudium absolviert.
Gemeinsam mit ihren Schülern der Hauptschule in der Pfisterstraße bewegt sie nicht nur ihre Schüler in künstlerischen und kulturellen Aktivitäten, sondern zeigt im Raum Fürth und Nürberg durch ein sehr großes Eigenangagement, gemeinsam mit ihren Schüler das kreative Potential das in ihrer Arbeit mit ihren Schüler steckt.
Mit eigens geschriebenen Theaterstücken inszenierte Sabine Hardege am Schauspielhaus in Fürth gemeinsam mit ihren Schülern Theatervorstellungen. Das Publikum im Fürther Theater nahm das kreative
Potential der Schüler extrem positiv auf.
Des Weiteren gestaltet Sabine Hardege gemeinsam mit ihren Schülern Jahreskalender und Postkarten die unter einem Künstlerportraitlmotto stehen. Ob Hundertwasser, Miro oder eine freiere Thematik, gemeinsam bringen Lehrerin und Schüler Ihre Sichtweise auf die Leinwand.
Im folgenden Bildbrowser sehen sie Postkarten der Schüler und einen kleinen Ausschnitt aus den Kalendern, die Sabine Hardege jährlich in den Druck gibt.
















Hänseleien und Handtaschen
Durch dick und dünn: Fürther Schüler und eine Künstlerin hinterfragen Schönheit
Hänseleien und Handtaschen
Wenn «Wahre Schönheit» auf «Absolut Frau» trifft, dann findet im Kleinen Atelier in der Hirschenstraße nur auf den ersten Blick zusammen, was zusammen gehört. In zwei unabhängigen Ausstellungen beschäftigen sich Jugendliche und die Malerin Milada Weber mit dem nur vermeintlich Offensichtlichen.
«Es ist doch nicht wichtig, ob einer dick ist oder dünn», sagt Dilek (15). Freundin Hilal (15) nickt, «Hauptsache, er ist nett.» Stimmt zweifelsfrei. Doch die beiden Schülerinnen aus der 8 b der Hauptschule Soldnerstraße wissen natürlich, dass unsere Welt selten so tickt. Hänseleien und Anspielungen «darüber, wie einer aussieht», erklärt Mitschüler Timo (14), seien nicht nur auf dem Schulhof an der Tagesordnung.
Das sperrige Thema rückte Sabine Hardege, Lehrerin an der Soldnerschule, einige Unterrichtsstunden lang in den Mittelpunkt. Intensiv unterhielten sich die Schülerinnen und Schüler über die Sehnsucht nach Schönheit - und darüber, wann der Wunsch, Idealen und allgegenwärtigen Normen gerecht zu werden, in lebensbedrohenden Zwängen mündet. Dabei kamen Bilder zum Thema Essstörungen heraus, die jetzt unter dem Titel «Wahre Schönheit liegt im Auge des Betrachters» bis Ende April im Kleinen Atelier zu sehen sind.
Die Arbeiten der 14- bis 15-Jährigen strahlen trotz des belastenden Themas vor allem eines aus: Optimismus und Lebensfreude. Doch auch die kraftvolle Farbgebung täuscht nicht darüber hinweg, dass sich die Jungen und Mädchen sehr ernsthaft mit dem Problemkreis auseinandergesetzt haben. Hilal und Dilek zeigen auf ihren Bildern zum Beispiel stilisierte Figuren, dick und dünn, die ganz augenscheinlich prima miteinander auskommen. Sollte doch eigentlich auch nicht so schwer sein. Oder, wie Hilal sagt: «Wichtig ist doch, dass jeder selbstbewusst ist und mit sich zufrieden.»
Weibsbilder auch im Nachbarraum der zweigeteilten Galerie. Hier präsentiert Milada Weber «Absolut Frau» und beweist dabei Humor. Zwischen ihren Werken, die den weiten Raum von gegenständlichen bis zu abstrakten Arbeiten abdecken, fällt eine kleine Serie auf, die dem Ausstellungstitel aufs Offensichtlichste gerecht wird. Denn endlich einmal fällt dabei der Fokus auf ein urweibliches Mysterium: die Handtasche. Liebevoll gestaltete – und durchaus begehrenswerte – Exemplare mit einem doppelbödigen Kick sind zu bestaunen. Kunststücke mit Hintersinn.
Nicht auszuschließen, dass diese Schau, die von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Fürth, Hilde Langfeld, eröffnet wurde, männlichen Besuchern die Augen öffnet. SABINE REMPE
«Wahre Schönheit liegt im Auge des Betrachters»/«Absolut Frau»: Kleines Atelier (Hirschenstraße 31), donnerstags und freitags 14 bis 19 Uhr, samstags 10 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung unter Tel. (01 51) 11 95 21 69. Bis 30. April.
Bild unten: Sabine Hardege mit Schüler(innen) aus der 8 b der Hauptschule Soldnerstraße